English
Fuhrken hat sich bereits als Jugendlicher für die Jugendbewegung und den Wandervogel engagiert und illustrierte das Fahrtenbuch mit Federzeichnungen. Seine ersten druckgrafischen Arbeiten waren noch ganz dem Jugendstil verpflichtet. Während des 1. Weltkriegs war er als Kriegsfreiwilliger an der russischen Front und als Regimentszeichner im Einsatz. Er geriet in englische Kriegsgefangenschaft, wo er durch die inhaftierten Otto Nebel und Karl Tangerding mit dem expressionistischen Gedankengut, besonders des „Blauen Reiters“, in Kontakt kam. Nach seiner Freilassung 1919 trat Fuhrken sein erstes Lehramt an einer Volksschule in Bremen an, wurde Mitglied des Bremer Künstlerbundes, des Nordwestdeutschen Künstlerbundes sowie der Künstlergruppe „Neuwerker“ rund um Willy Menz. 1921 gründete er gemeinsam mit den ehemaligen Lagerkameraden Franz Bronstert und Georg Philipp Wörlen die Künstlergruppe „Der Fels“. 1922 wurden Reinhard Hilker und Carry Hauser als Mitglieder aufgenommen. Fuhrken besuchte Alfred Kubin und war von seinen geheimnisvollen, dunklen Arbeiten fasziniert. 1924 zog er nach Bremen. Eine lebenslange Freundschaft pflegte er auch zu Otto Modersohn und Fritz Stuckenberg. Zwischen 1925 und 1927 absolvierte Fuhrken ein Studium an der Kunstakademie in Kassel. 1939 wurde Fuhrken einberufen und in Russland und Frankreich eingesetzt. Er litt unter den grauenvollen Kriegserlebnissen in Stalingrad und nahm sich 1943 bei Hesdin in Nordfrankreich das Leben.


An:


Von:


Nachricht: