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Die als Bronislawa Pineles geborene Künstlerin übersiedelte im Alter von sieben Jahren mit ihren Eltern nach Wien. Ab 1881 nahm sie Unterricht beim Bildhauer Josef Raab, danach Privatunterricht bei Alois Delug. 1888 stellte sie ihre Werke erstmals bei der Internationalen Kunstausstellung in Wien aus. Im selben Jahr ging die Künstlerin für zwei Jahre nach München. Nach ihrer Rückkehr richtete sie sich in der Piaristengasse ein Atelier ein und heiratete den Arzt und Physiker Hugo Koller. Ein 1904 angekauftes Landhaus in Oberwaltersdorf ließ das Ehepaar von Josef Hoffmann umbauen. Es wurde in der Folgezeit zu einem beliebten Treffpunkt für Künstler und Intellektuelle, wie Zülow, Mahler, Broch oder Schiele. 1908 wurde Koller Mitglied der „Kunstschau-Gruppe“ und nahm an deren Ausstellungen teil. Der rege Austausch mit Künstlerpersönlichkeiten, wie Schiele oder Gütersloh, sowie mehrere Reisen innerhalb Europas ab 1914 ermöglichten ihr ein intensives Studium der künstlerischen Strömungen der Zeit. Obwohl ihr Werk oftmals Zielscheibe heftiger Kritik war, gilt sie heute als eine der bedeutendsten österreichischen Künstlerinnen.  
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