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Giselbert Hoke wurde als zweites von sechs Kindern in Nordböhmen geboren. Er begann sich früh für das Schmiedehandwerk zu interessieren, wurde aber in die Wirren des Zweiten Weltkrieges verwickelt, wo er als siebzehnjähriger schwer verwundet wurde und seinen rechten Arm verlor. Nach der Kriegsgefangenschaft begann das neue Leben Hokes mit der Ablegung der Matura und dem Eintritt in die Akademie, wo er im Kreise eines Lehmden, Avramidis, Hrdlicka oder Hundertwasser seinen eigenen künstlerischen Weg begann. Seine ganze Natur mit ihrer inneren leidenschaftlichen Kraft, die ihn einst in die Schmiede gebracht hatte, verwirklichte er nun in großen Bildformaten. Seit 1958 arbeitete der Künstler immer vielfältiger mit Glas. Es entstanden Glaswände für St. Florian in Wien, die Verabschiedungshalle in Klagenfurt, die Universität Wien sowie ein Glasrad in Coburg. 1956 schuf er als Wettbewerbssieger die Fresken für den Klagenfurter Bahnhof und löste damit einen Kunstskandal aus. Hoke wurde 1974 als Universitätsprofessor an die Technische Universität Graz berufen, wo er mit der Schaffung eines Institutes für künstlerische Gestaltung begann. Bis 1995 stand er diesem Institut als Leiter vor. Atelier und Werkstätten von Hoke befinden sich im 1961 von Hoke erworbenen Schloss Saager (Gemeinde Grafenstein, Kärnten).
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