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Rudolf Raimund Ballabene wurde 1890 in Zurndorf im Burgenland geboren. Er stammte aus einer Prager Patrizierfamilie und war der jüngste Sohn von insgesamt zehn Geschwistern. Ballabene studierte ab 1909 in Prag Germanistik und Philosophie, weil ihm sein Vater das Studium der Malerei verboten hat. Er widmete sich der Journalistik und Schauspielkunst, ab 1913 gehörte er zum Ensemble des Königlich Deutschen Landestheaters in Prag. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges widmete er sich ganz der Malerei und konzentrierte sich auf Landschaften und Blumenstillleben. Während dem Zweiten Weltkrieg geriet die künstlerische Laufbahn von Ballabene ins Stocken, 1941 wurden all seine Bilder konfisziert und 1943 erhielt er Berufsverbot. 1945 kam er nach Wien und konnte trotz der wirtschaftlich schwierigen Situation von seiner Malerei leben. Seitens der Burgenländischen Landesregierung erhielt er Unterstützung durch gelegentliche Aufträge und Ankäufe. Die 1950er Jahre sind ein Höhepunkt in seinem Schaffen, nach Mitte der 1960er Jahre wandte er sich verstärkt der Abstraktion zu. Seine Landschaften und figuralen Szenen sind von besonderer Ausdruckskraft und Dynamik. Diverse Ausstellungen folgten: 1958 Österreichische Staatsdruckerei, Wien, Österreichische Lesehalle in Zagreb, 1959 Galerie Gurlitt, München, 1960 National Arts Club, New York, 1991 Landesgalerie Eisenstadt. Die Jahre bis zu seinem Tod im Jahr 1968 waren reich an Schaffenskraft und brachten reife und kraftvolle Bilder hervor, die eine visionärhalluzinative Schaukraft des Malers zeigen. Heute gilt Ballabene als einer der bekanntesten Künstler des Burgenlandes, der mit der Darstellung von Bewegung eine eigene Meisterschaft erreicht hat.
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