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Cécile Hofer-Houriet, geboren am 13. Januar 1891 in Couvet im Schweizer Kanton Neuenburg, gestorben am 11. Dezember 1964 im französischen Sanary-sur-Mer, Verfasserin von sieben Romanen, die unter dem französisierten Autorennamen Cilette Ofaire erschienen. Ab 1912 lebte sie mit ihrem Ehemann Charles Hofer in Paris. Neben ihrer Leidenschaft, dem Malen und Zeichnen, arbeitete sie als Sekretärin und auch als Aktmodell. Mit ihrem Hausboot befuhr das Künstlerpaar Kanäle und Flüsse in ganz Europa, woraus Ofaires literarischer Erstling «Le San Luca» wurde. Nach der Trennung unternahm sie noch weitere Seereisen, verlor aber ihr Schiff in den Wirren des Spanischen Bürgerkriegs. Im Roman «L’Ismé» jedoch, der 1938/39 in einem Dorf in der Nähe von Toulon entstand und 1940 von der Lausanner Guilde du Livre erstmals publiziert wurde, ist es wieder flottgekommen: als seltsam verwunderliches Bild und Symbol für die unstillbare Sehnsucht einer beherzten Frau nach grenzenloser, unbürgerlicher Freiheit. Über dem Heck der Ismé wehte die Schweizerflagge, und auch als Autorin verlor Cilette Ofaire ihre Heimat nie ganz aus den Augen. Schon im Erzählzyklus «Sylvie Velsey» von 1938 finden sich wehmütige Erinnerungen an die jurassische Kindheit, und ihr wohl dichtestes Buch, der Roman «Chemins» von 1945, gestaltet in Spiegelung einer wahren Erfahrung von 1935 eine kurzzeitige Rückkehr der 44-jährigen Sylvie ins Val-de-Travers. Für ihr letztes Buch, «La Place», fand sie 1961 nur noch mit Mühe einen Verlag, und nach ihrem Tod am 11. Dezember 1964 geriet Cilette Ofaire rasch gänzlich in Vergessenheitt, bis 1987 die Neuenburger Kantons- und Universitätsbilbkiothek mit einer umfassenden Werkausstellungan sie erinnerte.
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